Fieber bei Kindern nicht automatisch senken

Fieber ist eine Belastung für das erkrankte Kind und seine Eltern. Dennoch sollten Sie Fieber nicht automatisch senken. Studien, in denen der Nutzen fiebersenkender Medikamente untersucht wurde, haben gezeigt: Fiebersenkung kann zwar das Befinden bessern, unterstützt jedoch nicht den Heilprozess.

Der Wunsch, die Körpertemperatur bei Fieber mit Medikamenten oder anderen Maßnahmen zu senken, ist verständlich. Die Zeit, in der das Fieber gesenkt bleibt, kann für Kind und Eltern durchaus erholsam sein. Fieber ist eine natürliche Abwehrreaktion auf schädliche Eindringlinge. Fiebersenkende Medikamente unterdrücken die natürlichen Abwehrvorgänge, die Senkung dient nicht der Bekämpfung der Krankheitsursache. Bakterien und Viren können sich weiter vermehren, und das betroffene Kind weiterhin schwächen. Durch eine Temperatursenkung fühlt sich das Kind besser, und verausgabt sich möglicherweise zu früh.

Studien, in denen der Nutzen fiebersenkender Medikamente untersucht wurde, haben gezeigt: Fiebersenkung kann zwar das Befinden bessern, aber nicht das Endresultat der Erkrankung. Die Senkung bewirkt keine verkürzte Krankheitsdauer und schützt nicht vor Folgekrankheiten.

Fiebersenkung sollte darum nicht automatisch, sondern gezielt in angebrachten Fällen erfolgen.

Quelle: www.patientenleitlinien.de